Wie ganzheitliche Behandlungen lebensbedrohliche Erkrankungen heilen helfen
Henry ist seit 8 Jahren im Besitz eines Paares, denen er in den vergangenen 5 Jahren großen Kummer bereitet hat. Die Besitzerin ist Trainerin B und Leiterin Ihres Reitstalles und Ausbildungszentrums im bayrischen Monheim. Seit 2 Jahren bietet sie Kurse in Working Equitation an und so sollte auch Henry diese Ausbildung genießen. Aber leider machte ihm seine Gesundheit einen Strich durch die Rechnung. Henry wurde 3 jährig behutsam klassisch vorwärts-abwärts ausgebildet. Ihr Mann ritt ihn freizeitmäßig. Auf der Koppel durfte er in seiner Freizeit Pferd sein.
2005 ging Henry geringfügig diagonal vorne links/hinten rechts untaktmäßig und begann zu Ticken. Der herbeigerufene Tierarzt injizierte ihm daraufhin mehrmals Hyaluronsäure vorne links in das Hufgelenk, später in beide Hufgelenke. Danach trat die Lahmheit verstärkt hinten auf. Die Hinterhand als Lahmheitsursache kam für ihn nicht in Betracht. Trotz inzwischen hoch aufgelaufener Kosten blieb Henry lahm. Es wurde erwogen, ihn entweder zu schlachten oder auf die Rentnerkoppel zu stellen.
Danach behandelte ihn ein Chiropraktiker unter dem Aspekt einer Knie-Läsion; auch ein Kurs-Leiter war dieser Meinung. Als ein Tierarzt einen Reitkursus in Working Equitation besuchte, gab er den Rat , Henrys Knie in einer Tierklinik untersuchen zu lassen. Dort wurde er arthroskopiert und ein Bänderriss am Knie festgestellt. Lediglich Boxenruhe wurde verordnet und ansonsten keine weiteren Behandlungen. Nach der wochenlangen Boxenruhe wurde er langsam im Schritt wieder aufgebaut – um dann beim ersten Antraben unverändert schlecht zu laufen. Die Besitzer liesen sich nicht unterkriegen und versuchten es alternativ. Im Sommer 2010 riefen sie mich an.
Im August sah ich Henry zum ersten Mal. Er ging eindeutig lahm, vorne, hinten, überall. Die Untersuchung ergab eine vollständige energetische Blockade vom Widerrist bis zur Schweifspitze. Die größte Blockade ging vom 18. Brustwirbel aus, der energetisch betrachtet einen Bezug zum Magenmeridian hat und dieser wiederum Bezug zum Knie. Außerdem waren Henrys Bänder am Kreuzbein blockiert und schmerzhaft. Die Leberachse (Bezug zur Muskulatur und rechtsseitige Beschwerden) war ebenfalls blockiert. Verschiedene Kniepunkte sprachen auf die Testung an und bestätigten mir die Störung der Achse über dem 18. BW., über das Knie bis zum Sprunggelenk. Henrys Reserven waren ebenfalls erschöpft. Nach der Akupunktur verordnete ich ihm Disco-Rhus tox comp. und ein homöopathisches Schmerzmittel. Außerdem gehört zu jeder Erstbehandlung eine Bio-Resonanz-Behandlung zur Ausleitung von Altlasten und zur Entgiftung werden homöopathische Mittel verordnet. Seine Besitzerin legte ihm auf meinen Rat hin Blutegel an das linke und rechte Knie an. (mit der Bezeichnung Knie meine ich wirklich das Knie hinten, nicht vorne das Karpalgelenk!). Blutegel haben die Eigenschaft, mit ihren Enzymen Bindegewebe zu reparieren, Entzündungen zu hemmen, so dass neues gesundes Gewebe nachwachsen kann.
Anfang September, zum zweiten Termin, ging er beim Vortraben klar, wurde jedoch noch nicht geritten. An seinem 18. BW. machte ich eine Hämopunktur mit Blutegeln, d.h., ich ließ den Zustimmungspunkt bluten, weil das Gewebe um den 18. Brustwirbel herum wärmer war als das umgebende Gewebe. Außerdem legte ich Blutegel an das rechte Knie an und an den beiden Sprunggelenken innen. Er erhielt weiterhin eine Kombination von Rhus tox und einem homöopathischen Neuralmittel. Der Blutegel hinterließ eine dicken Blutkuchen auf dem Rücken. Nochmals akupunktierte ich den Magen-Meridia und den Milz-Pankreas (dieser baut Sehnen und Bänder auf).
Ende September, zur dritten Behandlung, war es o.k., wenn er auf der linken Hand geritten wurde, rechts herum konnte auf der linken Vorhand getrabt werden, aber in Wendungen rechts herum ging er nicht klar. Wir beschlossen, ihn aus seiner Boxenhaltung zu befreien und ihn stundenweise auf die Koppel zu entlassen, damit er seine Sehnen und Bänder durch freie Bewegung stärken kann. Ich korrigierte seinen 18. BW. und seine Lendenwirbel. Zusätzlich erhielt er eine phytotherapeutische Kur mit Weidenrinde, Mädesüß und MSM. (Sulfonamide bauen Bindegewebe auf und schmieren Gelenke). Weiterhin wurde Henry aufgebaut über Doppellonge, Stangenarbeit und remontemässiges Reiten.
Anfang November, zum 4. Besuch, ging Henry klar, takt- und schwungvoll unter dem Sattel. Die Arbeit macht ihm sichtlich Spaß, da er jetzt endlich wieder eine Aufgabe hat. Sein Schwachpunkt ist der Übergang vom 18. Brustwirbel zum 1. Lendenwirbel, weil dieser Bereich seit mindestens 5 Jahren gestört ist. Er erhält noch einige Zeit ein homöopathisches Mittel für den Rücken und die Zwischenwirbelscheiben.
Reiter aufgepasst! Pferde können ein ausgeprägtes Schmerzgedächtnis entwickeln, was eine Heilung manchmal schwierig erscheinen lässt. Henry kann lahmfrei geritten werden, doch ganz plötzlich beginnt er während einer Übung leicht zu ticken. Die Übung wird sofort geändert und das Ticken ist weg. Daran erkennt man, dass keine echte Lahmheit vorliegt, sondern ein negativ mit Schmerzen abgespeicherter Bewegungsablauf. Als erfahrene Ausbilderin holt sie Henry aus diesem momentanen Zustand heraus durch leichte Veränderungen in den Übungen. Manchmal reicht ein leichtes Durchparieren und neues Antraben, um ihn aus dem Bewegungs- und Schmerzmuster herauszuholen. Deshalb horcht in eure Pferde hinein und unterstützt sie, wenn sie Schmerzen haben. Sie sind es allemal wert! Wir sind es ihnen schuldig!
