Raphaela ist eine 16-jährige Pferdedame, die über lange Zeit an rezidivierenden (immer wiederkehrenden Koliken litt.
Die Koliken bekam sie immer abends zwischen 20 und 24 Uhr. Im Jahr 2000 kam sie zur Kolik-OP in die Klinik. Auch danach ließen die Schmerzen ihr keine Ruhe und kehrten immer wieder.
Im Sommer 2006 leitet der Tierarzt eine Hormonbehandlung mit Schweinehormonen ein. Die Koliken fallen während der Behandlung mal mehr mal weniger schwer aus. Mit diesem Mittel soll eine stehende Eierstockszyste angegangen werden. Die Kolken werden weniger, aber die Nebenwirkungen sind heftig: Frauchen bekommt Zyklusstörungen, weil sie eigentlich Schutzkleider tragen müsste und Raphaelas Fell ist stumpf und zauselig. Ihre Besitzerin konnte beobachten, dass Raphaela öfters mit der Hinterhand einknickte. Der Bauch war aufgebläht und die Flanken hochgezogen.
Im Juni 2006 lernte ich meine neue Patientin kennen. Die Stute war sehr unwillig während der Behandlung; sie zeigte deutlich ihre schlechte Laune, versuchte mich abzuschlagen, wurde biestig und puschte sich regelrecht in ihre schlecht Stimmung hinauf. Ich erfuhr, dass sie den Tierarzt schon lange nicht mehr an sich heran ließ.
Sie machte mir den Eindruck, als leide sie unter unsäglichen Kopfschmerzen. Alles um sie herum nervte sie. Dieser Ausdruck erinnerte mich an das Platinum-Arzneimittelbild. Die Testung ergab eine Störung des Gouverneurs- und des Konzeptionsgefässes. Ebenso zeigten sich Niere und Leber. Die Überprüfung des Stalles ergab ein geopathisches Störfeld. Das Schweinehormon wurde abgesetzt.
Die Akupunktur und das Platinum zeigten wenige Tage später ihre Wirkung: Raphaela wurde ausgeglichen, war weniger zickig und erlangte allmählich eine bisher unbekannte innere Ruhe.
Nach der ersten Behandlung wurde sie rossig. Es war das erste Mal keine stille Rosse wie all die Jahre vorher. Da die Nieren eine gewisse Empfindlichkeit zeigten, riet ich dazu, die Stute in kühlen oder windigen Nächten zuzudecken.
Raphaela wurde im Laufe des Spätsommers und Herbstes immer ruhiger und angenehmer im Umgang. Der Stall war inzwischen entstört worden.
Im Juli 2006 kam ich zur zweiten Behandlung. Die Eierstöcke testeten sich noch stark, dazu der Nierenmeridian und der Dreifach-Erwärmer.
Osteopatische Probleme zeigten sich nicht und die bereits im Juni eingeleitete Entgiftungskur zeigte ihren Erfolg in einem glänzendem Fell und einem verändertem Habitus: der Bauch war nicht mehr gebläht und Raphaela zeigte ein angenehmes Wesen. Im Anschluss an die Entgiftungskur bekam sie ein homöopathisches Mittel für die Blase und ableitenden Harnwege. Ende Juli machte sie eine leichte Kolik durch, aber leichte Mittel, wie Coloccynthe oder Spascopreel helfen ihr weiter.
IM September 06 behandelte ich nochmals den Dreifach-Erwärmer und die Nebennieren. Sie erhielt ein Komplexmittel gegen Blähungen.
Inzwischen ist unsere Pferdedame sehr schön geworden, hat gute Laune, schäkert mit den Wallachen herum, die sich nun einiges von dieser großen Stute gefallen lassen müssen. Seit mehr als sechs Monaten hat sie nicht mehr gekolikt und war inzwischen normal rossig.
Platinum hilft Raphaela bei allen Stresssituationen, wo sie sich früher in einen Krampf hinaufgepuscht hat: Sturm, Sylvesterknallerei und dgl.
Heute kommt sie schnell zur Ruhe und erträgt solchen Stress. Zur Unterstützung ihres Darmes hat sie ein gutes Ergänzungsfuttermittel von ihrem Tierarzt erhalten. Dieser Fall zeigt, dass viel erreicht werden kann, wenn Tiermedizin, Akupunktur und Homöopathie nach Absprache sinnvoll vereint werden können. Hoffen wir für Raphaela und ihre Besitzerin,dass die Koliken der Vergangenheit angehören werden.
