Verdauungsstörungen, schlechte Hufqualität und letztlich Hufrehe – ein Schreckgespenst für alle Pferdehalter, vor allem jedoch für Ponybesitzer. Warum erkranken gerade Robustpferderassen häufig an Hufrehe, Equines Metabolisches Syndrom (EMS) oder gar an dem Equinen Cushing Syndrom (ECS)?
Ponies sind sogenannte „Nordpferde“, sie könnten im kargen Island oder auf den kargen Böden der Shettland-Inseln bestens überleben allein mit Moosen, Stängeln, Heidekraut und Blättern und was sonst noch den Magen füllt und sättigt, aber das Verdauungssystem nicht mit Kohlenhydraten (Zucker) und einem Überangebot von Eiweißen überlastet. Unsere Ponies leben im Überfluß und leiden daher an den uns vom Menschen bekannten Wohlstandserkrankungen. Müsli-Futter, Silagen, Gerste und Mais überfordern die Leber unserer Hauspferde. Unnötige Futtermittel, die ein Pferd häufig nicht vollständig verdauen kann, schädigen die Darmwände, so dass sich Toxine bilden und die Leber überlasten. Was hat die Leber mit den Hufen zu tun?
Das metabolische Syndrom beim Pferd (Pony)
Das Metabolische Syndrom ist eine Wohlstandserkrankung, die sich durch Übergewicht, Fetthals bis zum sog. Kipphals, Fettpolster am Mähnenkamm, Kruppe, Bauch, Bluthochdruck und Diabetes zeigt. Folge der Erkrankung sind Hufrehe, Hufabszesse und Huflederhautentzündungen. Damit einher geht ein verzögerter Haarwechsel, Leistungsabfall und eine Rückbildung der Muskulatur, besonders im Rückenbereich. Beim ECS, dem Morbus Cushing, werden die Haare sehr lang, lockig, verbleiben über Winter und Sommer ohne bemerkenswerten Haarwechsel. Davon sind zumeist Pferde über 18 Jahre betroffen, wobei es natürlich auch altersgemäße Ausnahmen gibt. Beim Cushing ist die Nebenniere betroffen oder/und die Hypophyse. Es soll häufig auch ein Hirntumor vorliegen. Die Tiere schwitzen, das Fell ist verklebt, sie sind schwach, lustlos, haben Herz- und Kreislaufprobleme. Sie leiden unter häufigen Reheschüben.
Eine klinische Abklärung ist in diesen Fällen anzuraten. Häufig liegt eine Insulinresistenz vor, die zu den Reheschüben führt. Im fortgeschrittenem Stadium gibt es keine Heilung. Im Anfangsstadium kann man naturheilkundlich die Symptome abmildern und ein lebenswertes Leben erreichen. Der Besitzer muß bereit sein zu tiefgreifenden Veränderungen in der Haltung, Fütterung und regelmäßigen Medikamentengaben. Im Falle des Metabolischen Syndroms testen sich Nosoden der Hypophyse, der Nebennieren, der Schilddrüse und der Bauchspeicheldrüse. Die endokrinen Drüsen können über die Akupunktur positiv beeinflusst werden, wodurch die Selbstheilungskräfte stimuliert werden.
Was ist die Ursache solcher Erkrankungen?
Zuviel Zucker in den Fertigfuttern, junge Silagen, Gersten- und Maisfütterung bei zuwenig Arbeit, Bewegungsmangel. Schlechthin Bewegungsmangel führt beim Lauf- und Fluchttier Pferd zu Stress. Stress schädigt die Nebennieren und die Hypophyse. Umweltgifte belasten den hormonellen Regelkreis; Quecksilber, Cadmium, Formaldehyd, Konservierungsstoffe, Fungizide, Pestizide, Herbizide, Impfstoffe, Antibiotika und vor allem Cortison! (W.Salomon, VETT-aktuell, Aug.2006) Nicht zu vergessen der Elektromagnetische Stress (Photovoltaik-Anlagen, Handys u.s.w.) wirkt auf das Hormonsystem und die Drüsen.
Die folgende Geschichte von Bully beweist, das man bei Hufrehe mit dem Hintergrund der Fettleibigkeit helfen kann:
Bully: Die Halterin aus Winnenden schrieb mir eine Mail im Dezember 2010, sie sei mit ihrer Shetty-Stute Bully nervlich am Ende. Als sie zweijährig aus Einzelhaltung als angeblich fünfjährige verkauft wurde, hatte sie bereits einen fetten Hals, Fettauflagerungen auf der Kruppe und Fettpölsterchen über den Augenhöhlen. Ein in Einzelhaltung aufgewachsenes Pferd muß Qualen und Stress erlitten haben ohne Ende. Stress schwächt die Hypophyse und Nebennieren! Die Besitzerin kaufte ihr zwei junge Freundinnen dazu, zog in einen anderen Stall, gab nur Heu und Stroh und hoffte dass alles gut werden würde. Dann bekam Bully eine Kolik nach der anderen, weshalb sie Säureblocker vom Tierarzt bekam, was kurzzeitig besserte. Danach fingen die Reheschübe an. Nicht bekannt war die Tatsache, dass Bully heimlich Kraftfutter fraß, während die Stallbesitzerin die Boxen ausmistete. Die Reheschübe ließen nicht nach, sie erhielt Heparin, Equipalazone und Vetranquil mit Hufverbänden (so wurde leider weder die Leber noch die Hypophyse behandelt). Schulmedizinisch am Ende kam was kommen musste: Die Besitzerin wandte sich der Naturheilkunde zu und schrieb mir die obige Mail, weil Bully nicht mehr laufen konnte, keine Lebenslust zeigte und aus dem Teufelskreis Kolik – Rehe nicht mehr herauskam.
Am 10. Dezember hatten wir den ersten Termin. Bully erhielt als erstes Blutegel auf ihre heißen Hüfchen, dazu Leber- und Nierenmittel zur Entgiftung, dazu Hypopysis-Injeel. Später kam noch das Hufstärkungsmittel MSM dazu. Mittels der Akupunktur stärkte ich die Nebenniere und die Leber, zur Entzündungshemmung nadelte ich noch einige Punkte auf dem Gallenblasen-Meridian.
Im Januar 2011 schwitzte sie zwar noch, ihr Allgemeinzustand hatte sich jedoch stark verbessert. Die Koliken hörten auf und sie erhielt weiterhin Entgiftungsmittel für die Niere, die Leber und Hypophysis-Injeel. Dazu einige Stärkende Akupunkturpunkte der Außerordentlichen Meridiane. Blutegel setzte Frau Hettich selber in regelmäßigen, jedoch nicht zu kurzen Abständen.
Im April zog Bully in einen neuen Stall um. Durch den Umzugsstress bekam sie einen leichten Reheschub auf den Hinterhufen. Mit Hepeel und Hypophysis überstand sie sehr schnell die Krise. Bully wird regelmäßig alle 2 bis 3 Wochen vom Huforthopäden behandelt, zur Hufstärkung bekommt sie MSM und das Entgiftungsmittel Kristallkraft. Mit Sanum-Kehlbeck werden Schwermetalle ausgeleitet, die Haltung ist nun optimiert mit weicher Einstreu, wechselnde Bodenverhältnisse im Auslauf und kargen Weiden für kurze Zeit und absolutem Gebot der Fressbremse Maulkorb! Stundenlange Spaziergänge stehen auf dem Plan. Impfungen und Wurmkuren werden mit der Bioresonanz ausgeleitet. Das Hypophysis-Injeel wird sie wohl lebenslang haben müssen. Wir hatten es mal kurze Zeit abgesetzt, was sie aber nicht gut vertragen konnte. Die Besitzerin hat dazu folgende Beobachtung gemacht: an dunkleren Tagen muss sie die Hypophysis-Gaben erhöhen, an sonnigen Tagen fährt sie die Menge herunter. An dunklen kalten Tagen schwitzt sie schneller als an warmen Tagen, sie ist dann gereizt und berührungsempfindlich. Sie reagiert sofort positiv auf die Hypophysis-Gaben. Der erste Galopp auf der Koppel hat wieder ein lebenslustiges Pony gezeigt, das mit Bocksprüngen die Welt erobert…
Ich hoffe Bully wird noch viele Weiden im Galopp erobern, soll sie doch mal ein richtiges Fahrpony werden!
